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Statt Billigangeboten brauchen wir jetzt eine nachhaltige, solidarische Ökonomie.

Immer Schnäppchen, immer Angebote, und immer dort kaufen, wo es am billigsten ist. Das ist bei uns eine Tugend. eine Selbstverständlichkeit und ein Muss. Es ist nicht so, dass kein Geld da wäre, oder dass man sonst nicht über die Runden käme, sondern es ist eine Leidenschaft. Und es ist genau das, was unser Leben zerstört. Denn wir brauchen jetzt eine nachhaltige, solidarische Ökonomie.

Billig um jeden Preis.

Grill Fleisch kauft man zum Beispiel in einem Supermarkt aus dem übernächsten Ort, weil es dort am billigsten ist. Das was man spart lässt man zwar an der Tankstelle, aber egal. Die Sache mit Klimaschutz und Tierwohl ist Sache der Anderen. „Man kann ja sowieso nichts machen.“ lautet die Ausrede. Ein Fahrrad probiert man beim Händler aus und bestellt es dann online. Der Händler macht dann Pleite. Die Pizza lässt man sich von einem App Service bringen, dessen Geschäftsmodell es ist, den einzelnen Restaurants sehr wenig für die Gerichte zu zahlen und sie von Menschen auf dem Fahrrad zu einem Hungerlohn ausliefern zu lassen. Es ist sehr praktisch für den der bestellt, aber es treibt viele Restaurants in den Ruin. Das ist genau das, was eine solidarische, nachhaltige Ökonomie verhindern kann. Es ist auch sehr praktisch mit einer App eine Limousine zu bestellen und eben auch billig. Aber der Preis ist nicht real. Der Preis ist so niedrig, weil es eine Investition von einem Unternehmen ist, dass das gesamte Taxifahrten Aufkommen an sich reissen will. Und ausserdem über die Applikationen unsere Daten nutzen will, um aus uns gläserne Konsumenten zu machen.

„Wenn ich etwas ändere, davon ändert sich doch sowieso nichts.“

Klaus Durchschnittskonsument

Jeder Einkauf zählt, denn wenn wir die falschen Produkte kaufen, wird sich unsere Welt nie zum Guten ändern lassen.

Und so geht es bei allen Produkten. Und jeder Kauf vom billigsten verschlimmert die Lage der Welt. Denn Billigpreise sind nur möglich, wenn massiv Druck auf die Erzeuger oder Anbieter ausgeübt wird. Dadurch entsteht eine Kette, bei der immer einer Druck auf den nächsten ausübt, um noch billiger zu werden. Dadurch bleibt jede Solidarität, Umweltschutz und Fairness auf der Strecke. Menschen, Tiere und Natur werden ausgebeutet. Unser aller Lebensraum wird zerstört, die Luft verpestet und das Wasser vergiftet. Wer dem Druck in der Kette nicht mehr standhält oder nicht standhalten will, der fällt aus dem System und wird ersetzt. Das ist genau warum wir eine solidarische, nachhaltige Ökonomie brauchen.

Übrig bleiben nur die, denen sowieso alles egal ist.

Und die, denen alles egal ist, rationalisieren ohne soziale Verantwortung ihre Produktionsabläufe. Immer mehr Menschen verlieren Ihre Arbeit. Und der Preiskampf zwingt immer mehr kleine und mittlere Unternehmen aufzugeben und auch alle Einzelselbstständigen und damit auch ihr Netzwerk an Kollaborateuren. Dadurch fallen wieder unendlich viele Arbeitsplätze weg. Die Vielfalt und Nähe der Firmen geht verloren. Das Stadtbild verarmt immer weiter. Man hat keinen Ansprechpartner mehr. Niemand ist mehr verantwortlich. Es bleibt nur noch eine Hotline mit ewigen Wartezeiten und schlechtem Service.

Unser Billigwahn macht, dass wir uns dem System ausliefern. Dass wir das, was wir lieben opfern für ein „Schnäppchen“. So dass wir früher oder später am eigenen Leben die Folgen zu spüren bekommen. Sei es durch Existenzverlust, Arbeitslosigkeit, Gesundheitsschäden, Vereinsamung, Naturzerstörung, Freiheitsverlust durch allgemeine Verarmung, so dass man sich nicht mehr auf die Strasse trauen kann und weltweite Krisen wie Corona, die bis hin zu Kriegen führen können.

Unsere aus dem Ruder gelaufene Wachstumswirtschaft transformieren in eine solidarische nachhaltige Ökonomie…

Wer keine Arbeit bei den grossen Unternehmen findet, hat früher oder später keine Arbeit mehr. Wenn man sich vor Augen führt, dass gerade diese grossen Unternehmen so viele Arbeitsplätze wie möglich durch Roboter oder Informatik ersetzen und viele Teile des Produktionsprozesses in Länder auslagern, die auf Kosten von Menschen und Natur sehr billig produzieren können, ist das ein ziemlich düsteres Panorama. Die Konzernstrategie ist einfach klar. Es geht darum Gewinn zu machen. Soziale Verantwortung ist kein Unternehmensziel. Also sollte man sich doch eigentlich gründlich überlegen, ob man mit seinem Geld solche Systeme füttert. Es liegt in unserer Hand unsere Wirtschaft in eine solidarische, nachhaltige Ökonomie zu transformieren.

„We build a machine that builds machines.“

Der Tesla Konzernchef zu dem Bau der Tesla Werke in Berlin.

„Billig“ bringt uns am Ende alle um.

Also bitte Vorsicht vor „billig“, denn man schaufelt sich damit sein eigenes Grab. Nicht heute, nicht morgen aber sehr bald und das mit 100% er Sicherheit. Ausserdem nimmt man der kommenden Generation, also den eigenen Kindern, die Zukunft.

Die wirklichen Verlierer werden gerade erst geboren.

Der „Billigwahn“ geht auf Kosten derjenigen, die nichts sagen können wie Tiere, Bäume Flüsse, die Luft und das Meer. Dann geht „billig“ zu Lasten derer, die uns einfach egal sind, weil sie auf der anderen Seite der Welt leben. Und dann zerstört „billig“ unsere eigene Existenz. Die von Arbeitern, Angestellten, kleinen Unternehmen und Mittelständlern so wie Einzelselbstständigen und von Rentnern und Menschen ohne Arbeit Und dann trifft es auch noch die, die gerade geboren werden. Unsere Kinder. Die Zukunft der kommenden Generationen wird mit derartigen Problemen beladen, so dass sie eigentlich gar keine Chance mehr haben auf ein richtiges Leben, weil die Lebensgrundlagen jetzt schon knapp werden.

Wir sollten sofort reagieren, um Zeit zu gewinnen.

Anstatt alles zu tun, um sofort mit dem Planeten und den Ressourcen besser umzugehen, um Zeit zu gewinnen, um richtige Lösungen zu finden, schauen wir weiter weg und diskutieren. Wer die Schuld hat und wer anfangen muss etwas zu ändern.

Wir müssen jetzt eine nachhaltige, solidarische Ökonomie aufbauen.

Unsere Chance ist es, jetzt mit einer solidarische, nachhaltige Ökonomie den Menschen, die Tiere und die Natur in den Mittelpunkt zu rücken. Gerade jetzt, wo sich alle Aufmerksamkeit auf Corona richtet, dürfen wir nicht verpassen, den Neuanfang zu starten.

Wir müssen jetzt den, ausser Kontrolle geratenen, Wachstumskapitalismus transformieren in eine soziale, nachhaltige Ökonomie. Für uns und als Beispiel für andere Länder. Denn alle müssen jetzt mitmachen. Die Zeit rennt und wenn der Regenwald erst einmal abgeholzt ist, kann er nicht mehr zurückgeholt werden. Und wenn unser Grundwasser verseucht ist, dann kann man es nicht mehr trinken. Und wenn wir nicht jetzt beginnen alternative Ernährungsformen zu akzeptieren, dann haben wir bald gar nichts mehr zum Leben. Es ist Ernst. Man kann entweder noch etwas so weiter machen wie bisher, bis alles kollabiert…..oder man beginnt genau jetzt, sich zu besinnen, auf das, was wirklich wichtig ist. Das Leben.

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